Trocknung – Cannabis richtig trocknen
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Warum die Trocknung so wichtig ist
Die Trocknung ist der erste Schritt nach der Ernte. Frisch geerntete Buds bestehen zu 75–80 % aus Wasser. Dieses Wasser muss langsam und kontrolliert entweichen, damit die Zellstruktur erhalten bleibt und die Terpene nicht verdampfen. Bei Temperaturen über 25 °C beginnen viele Terpene zu verdampfen – das führt zu Heugeruch statt charakteristischem Sortenduft. Die ideale Trocknung dauert 10–14 Tage.
Optimale Bedingungen für die Trocknung
Temperatur: 15–20 °C (kritisch: über 25 °C = Terpenverlust) | Luftfeuchtigkeit: 45–55 % (kritisch: über 60 % = Schimmelgefahr) | Licht: vollständig dunkel | Luftzirkulation: indirekt, kein Direktzug | Dauer: 10–14 Tage
Hängetrocknung – die Standardmethode
Die geernteten Äste werden kopfüber an einer Schnur oder einem Trocknungsgestell aufgehängt. Ein Grow-Zelt oder abgedunkelter Raum mit Abluftventilator ist ideal. Der Ventilator nicht direkt auf die Buds richten – das trocknet die Außenseite zu schnell, während das Innere noch feucht bleibt. Genügend Abstand zwischen den Ästen halten.
Tipp: Große Blätter vor dem Aufhängen entfernen. Zuckerblätter können dranbleiben – sie schützen die Trichome und werden später beim Trimmen entfernt.
Rack-Trocknung – für einzelne Buds
Platzsparender als Hängetrocknung. Buds auf einem Trocknungsnetz ausbreiten, täglich wenden damit sie gleichmäßig trocknen. Nicht zu eng legen – genügend Abstand für Luftzirkulation.
Wann ist die Trocknung abgeschlossen?
Dünnere Äste knacken beim Biegen statt zu biegen. Buds fühlen sich außen trocken an, geben beim Drücken aber noch leicht nach. Wenn sie sich wie Papier anfühlen, sind sie zu trocken. Sorten mit sehr dichten Buds trocknen langsamer – besondere Vorsicht vor Botrytis von innen.
Schimmel erkennen und verhindern
Botrytis entwickelt sich bei Luftfeuchtigkeit über 60 % schnell. Tägliche Sichtkontrollen sind Pflicht. Befallene Buds sofort entfernen, Raum lüften, Werkzeug desinfizieren. Bei feuchtem Klima ist ein Luftentfeuchter keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Häufige Fehler bei der Trocknung
- Zu schnell getrocknet: Hohe Temperaturen oder Direktzug zerstören Terpene. Buds in unter 7 Tagen trocken = zu schnell.
- Luftfeuchtigkeit nicht kontrolliert: Ohne Hygrometer keine zuverlässige Trocknung möglich.
- Licht nicht ausgeschlossen: UV-Licht baut THC und Terpene ab.
- Zu früh ins Curing: Zu feuchte Buds schimmeln im Glas. Knack-Test abwarten.
Häufige Fragen zur Trocknung
Kann ich die Trocknung beschleunigen?
Nicht empfehlenswert. Mindestens 7 Tage einplanen, Temperatur nicht über 22 °C.
Meine Buds riechen nach Heu – was ist passiert?
Trocknung zu schnell oder zu warm. Langes Curing kann den Heugeruch teilweise reduzieren.
Wie erkenne ich, ob die Buds trocken genug für das Curing sind?
Dünnere Äste knacken beim Biegen. Außen trocken, beim Drücken noch leicht nachgebend.
Kann ich im Grow-Zelt trocknen?
Ja. Vollständig abdunkeln, Abluft laufen lassen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren.
Im nächsten Schritt geht es um das Trimmen und danach um das Curing und die Lagerung.